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Geschichte der Apotheke

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Die Eröffnungsbesichtigung fand nach der vorliegenden Abschrift erst am 21.10.49 statt. Apotheken werden unregelmäßig von der zuständigen Aufsichtsbehörde (dies war damals der Regierungspräsident in Kassel) besichtigt. Diese Kontrollen dienen dazu, zu überprüfen, ob die öffentliche Aufgabe der Apotheke, die Bevölkerung ordnungsgemäß mit Arzneimitteln zu versorgen, gewährleistet wird. Vor Eröffnung oder Umzug (apothekenrechtlich entsteht eine neue Apotheke) muß die Behörde eine solche Besichtigung durchführen. Hierbei wird verschiedenes schriftlich festgehalten. So geschah es auch 1949:

Personal: nur der Apotheker Friedrich Rau. Weiter wird nach vorgeschriebenen Büchern und Geräten gefragt, der bauliche Zustand bewertet: hier:
"Nachtglocke fehlt", zu den Räumlichkeiten heißt es: sauber, Teekastenschrank fehlt noch, .. einfacher behelfsmäßiger Keller mit rohen Regalen."
Zusammenfassung: "kleine Zweigapotheke, neu, sauber, keine Bedenken gegen Eröffnung."

Der 21. Oktober 1949 ist auch der Termin, der der Industrie- und Handelskammer Kassel als Eröffnungstermin vorliegt. Die vorherige Arzneimittelabgabe ist zwar nicht korrekt, wurde aber wohl wegen Dringlichkeit, der Apotheker konnte in diesen Tagen den Botendienst wahrscheinlich nicht mehr durchführen, geduldet. Im Begleitschreiben des Regierungspräsidenten in Kassel, wurde zusätzlich noch erwähnt, daß mit der Genehmigung kein Apothekenbetriebsrecht erteilt wird und sich die Regierung alle Rechte vorbehält, die sich auf Grund der zu erwartenden Neuregelung des Apothekenwesens ergeben. "Die Eröffnung der Apotheke geschieht in jeder Beziehung auf Ihre eigene Gefahr." Die Gründung der Apotheken geschah 1949 also in einem rechtlich offenen Raum. In früheren Jahren wurden Apotheken nur in einem beschränkten Umfang zugelassen (Privilegien oder Konzessionen), so daß die Wirtschaftlichkeit gesichert war und kein Apotheker es nötig haben sollte, durch Umgehung der Vorschriften seinen Lebensunterhalt zu sichern.

Vom 15. Mai 1950 datiert ein Schreiben zum Sonntagsdienst der Dreihäuser Zweigapotheke. Jede Apotheke ist im Prinzip ständig dienstbereit zu halten, es sei denn, sie gehört zu einem Notdienstkreis mehrerer Apotheken, dann muß sie während der allgemeinen Ladenschlußzeiten geschlossen sein. So war auch die "Apotheke in Dreihausen" bis zum Jahre 1979 ständig dienstbereit, mit der zusätzlichen Erlaubnis, nach der sonntag-vormittäglichen Öffnung (von 10 bis 12 Uhr, bis 1979!!) geschlossen haben zu dürfen. Mit den Ärzten mußte eine Vereinbarung über die Notfallversorgung getroffen werden und durch Aushang an der Apotheke wurde bekanntgegeben, um wieviel Uhr die Apotheke wieder dienstbereit war.

Die Unterschrift von Apotheker Friedrich Rau findet man nur bis November 1950 in den Büchern. Er gründete 1951 in Großalmerode bei Kassel eine eigene Apotheke. Nach einer Interimsphase (Moeller, Lampe, Naumann) erscheint ab Juni 1951 Dietrich Miethke aus Berlin. Seine Approbationsurkunde datiert vom 13.4.1951 und schon 1 ½ Monate später war er der angestellte Leiter der Zweigapotheke. Schon bald wurden die Räumlichkeiten zu eng und es wurde eine günstigere Lage fast mitten im Ort an der damaligen Landstraße gefunden.

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