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Geschichte der Apotheke

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Apotheker Miethke in der selbständigen Apotheke

Am Hagemannsberg 2 Haus-Nr. 233

Die Apotheke wurde im Januar 1953 in den Neubau Haus-Nr. 233 (jetzt Hagemannsberg 1) verlegt. 

Das nächste Besichtigungsprotokoll datiert interessanterweise erst vom 18. Mai. Dabei ist dick rot angestrichen, daß es sich um eine in einen Neubau verlegte, zur Vollapotheke umgewandelte Apotheke handelt. Dick angestrichen, weil das Verfahren wohl nicht ganz korrekt war, aber wohl auch, weil noch die Vereidigung des Pächters nachzuholen war. Zusammenfassend hieß es im Protokoll zur neuen Apotheke: "Klein, aber den Anforderungen entsprechend." 

Herr Miethke war nun Pächter der Apotheke, Herr Opfer immer noch Eigentümer der Dreihäuser Apotheke. Die Familie Opfer gründete übrigens im selben Jahr die Neue Traubenapotheke am Rudolfsplatz in Marburg.

Bei der nächsten Besichtigung im Juli 1958 war Herr Miethke Eigentümer der Apotheke, er hatte sie am 21. März 1958 gekauft. Auch hier dürften apothekenrechtliche Gründe mitspielen, da damals der Besitz
mehrerer Apotheken in einer Person nicht statthaft ist. Der Besitzer gehörte in seine Apotheke, es sei denn, sie wird aus Altersgründen verpachtet. Der Schlußsatz dieses Besichtigungsprotokolls: "Gut geleitete Apotheke". Doch schon im nächsten Jahr verkauft Herr Miethke seine Apotheke und pachtet in Bremen-Aumund eine größere Apotheke. Er blieb bis zu seinem Tode Pächter, wurde also nie wieder Eigentümer einer Apotheke.

Das Apothekerehepaar Rolf und Anna Elisabeth Garbade

Zum 14. September 1959 übernahm der Apotheker Rolf Garbade aus Bremen die Apotheke in Dreihausen. Herr Garbade hatte durch eine Anzeige in einer Fachzeitung Kontakt zu Herrn Miethke bekommen. Er suchte ein neues Wirkungsfeld als selbständiger Apotheker, da er als Kriegsbeschädigter zwar die Leitung einer Zweigapotheke innehaben durfte, aber deutlich unterbezahlt wurde ("Halber Mann, halbes Gehalt!"). Er suchte und fand eine kleine Apotheke, die er ohne Eigenkapital übernehmen konnte und mit seiner Frau alleine betreiben konnte. Studiert hatte er im München, seine Frau in Kiel, die Approbationen stammen aus dem Jahre 1953 bzw. 1949. Diesmal fand die Vereidigung des neuen Chefs rechtzeitig vor dem Kreisgesundheitsausschuß statt: "Ich schwöre, daß ich die mit der Leitung einer Apotheke verbundenen Berufspflichten gewissenhaft erfüllen sowie die bestehenden und noch ergehenden Rechtsvorschriften und behördlichen Anordnungen beachten werde. So wahr mir Gott helfe!"

Offizin 233/1 Offizin 233/2

Nun (1961) erscheint in den behördlichen Protokollen zum ersten Mal auch angestelltes Apothekenpersonal, nämlich als Apothekerin die Ehefrau des Besitzers. Aber es zeigte sich, daß die räumlichen und baulichen Zustände nicht gut waren. So mußten beispielsweise in dem nicht alten Haus schon die Steckdosen erneuert werden. Die gemeinsame Tür zu Materialkammer (Lagerraum) und Labor wurde bemängelt (Sicherheitsgründe) und auch der Zugang vom öffentlich zugänglichen Korridor kritisiert. Er müßte verschlossen sein, was aber die Benutzung der Räume fast unmöglich gemacht hätte. Zwischen Labor und Materialkammer war ein Durchbruch (Ofenaussparung), dieser mußte aus Sicherheitsgründen zugemauert werden. Der Arzneikeller wurde leicht feucht und war schlecht zu belüften und die Kellertreppentür mußte umgebaut werden. Auch lag in Kassel ein falscher Lageplan der Apothekenräume vor, dieser mußte nun in dreifacher Ausführung neu vorgelegt werden. Da auch die Vorschriften in den 60er Jahren neu und strenger gefaßt wurden, war absehbar, daß die Apotheke nur mit Ausnahmegenehmigungen in den gemieteten Räumen bleiben konnte. So sollten die Apothekenräume künftig räumlich geschlossen zusammen liegen. Im Haus.-Nr. 233 war die Apotheke im Hochparterre über eine steile Außentreppe zugänglich, die Apothekenkellerräume befanden sich darunter, aber getrennt durch andere Kellerräume, das Nachtdienstzimmer war zwei Treppen weiter oben, dafür befand sich das Badezimmer der dazwischenliegenden Wohnung im Bereich der Apothekenräume. Aus diesem Grunde wurde Mitte der 60er Jahre ein Grundstück in der Ortsmitte erworben werden. Hier konnte 1969/70 ein Neubau errichtet werden, der speziell für die Apothekenverhältnisse geplant worden war.

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